drift & drive GMBH
Die Rallyeschule von Uwe Nittel
Bühler 43, 73406 Adelmannsfelden
Uwe Nittel – Media-Infos Info vom 06. Juni 2011
Der schwäbische Rallye-Profi mit Höhen und Tiefen in Albacete.
Das letzte Wochenende bot Uwe Nittel (Adelmannsfelden) fast alles, was an einem Rennwochenende in der Truck-Europameisterschaft für einen Piloten so möglich ist: Spannende Aufholjagden nach einem Motorwechsel, eine Disqualifikation, technische Probleme und einen Podiumsplatz. "Das hätte ich zwar so nicht alles gebraucht, aber letztlich überwiegen die positiven Erinnerungen", konnte Nittel am Sonntagabend schon wieder ein zufriedenes Fazit ziehen.
Die dritte Runde der Truck Race Europameisterschaft fand auf dem Circuito de Velocidad in Albacete, im Hinterland von Valencia statt – dort hatte Nittel im vergangenen Jahr seinen ersten Truck-EM-Lauf bestritten. Antonio Albacete, sein Teamkollege aus Madrid und amtierender Europameister, gab dem schwäbischen Newcomer während zweier Runden auf dem Fahrrad weitere wertvolle Tipps. Doch irgendwie war der 'Wurm' drin. Im freien Training rollte der MAN-Truck von Nittel aus; da der Fehler nicht eindeutig lokalisiert werden konnte, tauschte die Crew von Lutz Bernau unter Mithilfe der MAN-Techniker den Motor. Der Wechsel dauerte zwar nur eine Stunde (fragen sie mal in der LKW-Werkstatt ihres Vertrauens nach dem Zeitansatz!), am Zeittraining konnte Nittel allerdings nicht teilnehmen. Vom letzten Startplatz ging der werksunterstützte MAN-Pilot dann ins erste der vier Rennen des Wochenendes. "Als ich die Zielgerade herunter fuhr dachte ich noch, der neue Motor geht aber richtig gut", ein Blick auf den Tacho belehrte den Inhaber der Rallyeschule drift&drive aber eines Besseren: Der Geschwindigkeitsmesser zeigt deutlich mehr als die aus Sicherheitsgründen erlaubten 160 km/h. Der Schnell-Reparatur war es zuzuschreiben, dass die Software für die Geschwindigkeitsregelung nicht richtig justiert war. Die furiose Aufholjagd, die den Pilot des Bernau-Teams vom Ende des Feldes bis knapp in die Top Ten brachte, war folglich wertlos – wegen Overspeed wurde Nittel nach dem Rennen disqualifiziert.
Also begann er auch das zweite Samstags-Rennen von der letzen Startposition. Auch hier bewies der Motorsport-Profi seine kämpferischen Qualitäten. „Ohne Lackaustausch“, wie es Teamchef Lutz Bernau hinterher formulierte, pflügte sich Nittel aus der letzten Startreihe durch das dicht besetzte Feld. Ziemlich genau 20 Konkurrenten überholte er bei dieser Hatz, ein rekordverdächtiger Wert. Am Ende überquerte der MAN-Pilot die Ziellinie als Neuntplazierter. Neben zwei wichtigen EM-Punkten sicherte sich Nittel bei diesem sehenswerten Schauspiel erstmals in seiner noch jungen Truck-Karriere auch die schnellste Rennrunde. "Ganz ehrlich, das tut der Rennfahrerseele gut", bekannte der Schwabe.
Am Sonntag lief es zunächst deutlich besser für den Pechvogel. Beim Kampf um die Superpole wurde Nittel mit der drittbesten Zeit gestoppt. Diesen Platz konnte er auch im ersten Sonntagslauf erfolgreich verteidigen – der Podiumsplatz war ein kleiner Trost für das Pech vom Vortag. Pikanterie am Rande: Teamkollege Antonio Albacete hatte ihm wohl zu viel seines Insiderwissens vermittelt – er wurde hinter Nittel Vierter. Die Serie, das sollte sich schnell zeigen, war damit aber
noch nicht zu Ende. Wegen einer Anweisung des technischen Delegierten der FIA wurde in der knappen halben Stunde, die den Mechanikern zwischen dem dritten und dem vierten Rennen zur Vorbereitung der Trucks blieb, eine Änderung vorgenommen, die jedoch die Elektronik des MAN durcheinander brachte. Deshalb funktionierte die Bremsenkühlung nicht mehr richtig, Nittel fuhr das Rennen zu Ende, rettete Platz 17 und damit wichtige Teampunkte.
"Das war jetzt nicht wirklich ein positives Wochenende, aber die schnellste Rennrunde und der Podestplatz entschädigen doch für einiges. Zudem konnte ich zusammen mit Antonio die Führung in der EM-Teamwertung verteidigen und liege selbst auf dem fünften Meisterschaftsplatz", erklärte Nittel. "Alles in allem läuft es bislang in der Saison deutlich besser, als ich es erwartet hatte."
Der Zeitplan ist für den Schwaben auch in den kommenden Wochen sehr eng. Schon am Samstag startet er zur Vorbereitung auf das 24h-Rennen auf dem Nürburgring (25.-26. Juni) beim VLN-Langstreckenpokal auf der legendären Nordschleife. Er pilotiert dort einen Artega GT des deutschen Automobilherstellers aus Delbrück, der Sportwagen in Kleinserien produziert. Zwischen den beiden Rennen steht dann noch das Truck-Wochenende im französischen Nogaro auf dem im wahrsten Sinne des Wortes 'Fahrplan' des Schwaben.
Downloads:
Pressetext als PDF