drift & drive GMBH Die Rallyeschule von Uwe Nittel Bühler 43, 73406 Adelmannsfelden www.uwe-nittel.de
Uwe Nittel – Media-Infos Info vom 25.07.2010
Uwe Nittel: „Das war ein geniales Nürburgring-Wochenende.“
Der schwäbische Rallye-Profi sammelt viele EM-Punkte beim Truck Grand Prix
Aufholjagden, Pole-Position, viele EM-Punkte, Disqualifikation und neue
Freundschaften, Uwe Nittel hatte nach dem Wochenende beim ADAC Truck
Grand Prix vor sensationellen 202.000 Zuschauern auf dem Nürburgring
einiges zu berichten.
„Alles in allem war es ein geniales Wochenende“, strahlte der Schwabe
aus Adelmannsfelden nach dem letzten der vier Läufe zur
Truck-Europameisterschaft auf dem Nürburgring. Der Einstand am frühen
Samstag war schon famos: Nittel qualifizierte sich im Freightliner
seines tschechischen Buggyra-Teams für die Superpole der zehn
Zeitschnellsten. Dort belegte er inmitten der weltbesten Truck-Piloten
den achten Platz. Diesen Platz konnte er bis ins Ziel verteidigen. Da
beim zweiten Samstagsrennen die besten acht des ersten Laufes in
umgekehrter Reihenfolge starten, stand der Schwabe erstmals bei einem
Truck-Race auf der Pole.
Beim fliegenden Start spielten seine direkten Verfolger ihre Routine
voll aus und nahmen den Truck-Rookie in die Zange. „Das ist schon ein
wahnsinniges Gefühl, wenn du mit drei Sechstonnern mit 160 km/h
nebeneinander über die Start- und Zielgerade des Nürburgringes
donnerst“, berichtete Nittel. Dann ging es rasend schnell: „Sie machten
die Zange zu und wir berührten uns. Dabei geriet ich mit meinen
Vorderrädern an die Hinterräder der beiden Trucks und mein Freightliner
stieg bei 160 km/h plötzlich vorne hoch, ich fühlte mich wie in einem
Fahrstuhl.“ Durch die Aktion verlor Nittel zwar einige Plätze, kämpfte
sich aber bis zur Ziellinie wieder auf den vierten Platz nach vorn. Von
der Fachpresse wird der Rallyeprofi gerne als der Senkrechstarter der
Truck-Saison 2010 betitelt, eine Bezeichnung, die nach diesem Ereignis
eine ganz andere Bedeutung bekommt. „Das war was für echte Trucker“,
lautete Nittels kurzer Kommentar.
Am Sonntag standen dann die beiden nächsten EM-Läufe an. Wieder war der
Schwabe in der Superpole, diesmal war es sogar der siebte Startplatz.
Trotz der für einen Neuling guten Zeiten saß Nittel das gesamte
Wochenende über den Datenaufzeichnungen und verglich seine Fahrten mit
denen seines Teamkollegen und amtierenden Europameisters David Vrsecky.
„Zwei Sekunden trennen mich noch von David. Der große Abstand ist für
mich eine völlig neue Erfahrung. Ich muss noch einiges lernen. Aber mit
David habe ich den besten Lehrmeister, den ich kriegen konnte.“
Das was am Samstag beim Start von der Pole noch misslang, machte Nittel
am frühen Sonntag wesentlich besser: Offensichtlich völlig ausgeschlafen
überraschte er die Konkurrenten und fuhr vom siebten Startplatz schon
nach der ersten Kurve auf Platz drei. Zweimal wurde er anschließend ins
Kiesbett abgedrängt und fand sich auf Platz neun wieder.
Dann folgte eine der spektakulärsten Aktionen des gesamten Wochenendes.
Die Fernsehkameras verfolgten zwölf Runden lang den Versuch Nittels, an
dem vor ihm platzierten Anthony Janiec in einem Renault vorbeizukommen.
Der Franzose fuhr absolute Kampflinie, es kam immer wieder zum
Blechkontakt der beiden Race-Trucks. An Nittel’s Freightliner fehlten
anschließend einige Spoilerteile, aber schließlich ging es um Platz
acht, der beim zweiten Lauf die Pole-Position bedeuten würde. Die
Zuschauer auf den Rängen waren begeistert, aber eine der Berührungen war
den Sportkommissaren zu hart, sie disqualifizierten Nittel. Gerd Körber,
der dreifache Truck-Europameister, kam aber anschließend zu dem
Schwaben und gratulierte zu dieser Leistung, das Duell sei seit Jahren das Beste
gewesen, was er im Trucksport gesehen habe.
Dennoch musste Nittel beim vierten und letzten Lauf zur Truck-EM wegen
der vorhergegangenen Disqualifikation vom letzten Platz aus starten.
Schnell hatte er sich wieder bis auf den siebten Platz nach vorne
gekämpft. Dann war Schluss, denn vor ihm tauchten wieder die Rücklichter
von Janiec, dem Franzosen mit der Startnummer zwölf auf. „Ich glaube, da
habe ich einen neuen Freund gefunden“, schmunzelte Nittel anschließend.
Leistung wird belohnt: Noch auf dem Nürburgring unterschrieb er den
Vertrag mit Buggyra für die beiden nächsten EM-Runden in Most sowie in
Jarama. „… da gibt es zwei weitere Möglichkeiten unsere Freundschaft zu pflegen.“