drift & drive GMBH
Die Rallyeschule von Uwe Nittel
Bühler 43, 73406 Adelmannsfelden
www.uwe-nittel.de
Uwe Nittel – Media-Infos Info vom 21.06.2010
Uwe Nittel: Im zweiten Anlauf aufs Truck-Podium
Zweiter Einsatz in der Truck-EM führt den Rallye-Profi auf Gesamtrang
drei
Erstens kommt es schneller und zweitens als man denkt. Keine zwei
Wochen
ist es her, als Uwe Nittel (Adelmannsfelden) überraschend im spanischen
Albacete seine erfolgreiche Premiere in der Truck-Europameisterschaft
feierte. Für das tschechische Buggyra-Team mit dem amtierenden
Europameister David Vrsecky durfte er nun auch beim EM-Wochenende im
französischen Nogaro auf dem ‚Circuit de Armagnac’ den Freightliner,
einen Fünftonner mit 1.200 PS pilotieren.
Der Hang zum Perfektionismus ist eine Eigenschaft, die häufig zusammen
mit einer gewissen Ungeduld auftritt. Diese spezielle Paarung ist auch
bei Uwe Nittel zu beobachten. Auch ausgewiesene Könner wie der Inhaber
der Rallyeschule drift&drive brauchen eben etwas Zeit, bis sie sich mit
den ungewohnten Dimensionen sowie dem mitunter eigenwilligen
Fahrverhalten eines hochgezüchteten Lastwagens vertraut gemacht haben.
Und das Schlingern der Trucks mit ihrem immensen Drehmoment ist eben
nicht unbedingt mit dem Drift eines Rallyeautos zu vergleichen. Zudem
gibt es in den Rennen beinharte Umgangsformen - hier ist
„Körperkontakt“
durchaus üblich und wird von den Fans entsprechend anerkannt. Aus den
Erfahrungen seines ersten Truck-Einsatzes hatte der schwäbische
Fahrwerksspezialist KW nach Nittels Angaben für die beiden Freightliner
des Buggyra-Teams kurzfristig neue Dämpfer entwickelt, deren
Eigenschaften seinen routinierten Teamkollegen David Vrsecky
begeisterten und für Nittel die Arbeit am Lenkrad etwas erleichterten.
Für die Samstagsrennen blieb es trotz des vorhergesagten Regens
überwiegend trocken. Mit Platz zehn im ersten und Platz acht im zweiten
Rennen positionierte sich Nittel inmitten der weltbesten Truck-Piloten
und sammelte weitere EM-Zähler. Nicht nur für die 27.000 Fans war der
Sonntag dann so, wie man es für Südfrankreich erwartet: Sonnenschein
und
Temperaturen um die 20 Grad. Und der Vorwärtsdrang von Uwe Nittel war
noch nicht befriedigt: Den turbulenten ersten Sonntagslauf beendete er
auf dem sechsten Platz. Da die Top acht beim jeweils zweiten
Tagesrennen
in umgekehrter Reihenfolge starten, bedeutete das für den Schwaben im
letzten Lauf den sensationellen dritten Startplatz. Und diese Chance
lies sich Nittel nicht entgehen. Hinter seinem schwäbischen Landsmann
Jochen Hahn im MAN und dem Schweitzer Markus Bösinger (Renault)
beendete
er das Rennen auf dem dritten Platz. Hinter dem Trio lagen Piloten wie
der amtierende Europameister David Vrsecky oder der aktuelle EM-Leader
Antonio Albacete (Spanien / MAN). Und in einem Nittel steckt immer auch
ein echter Racer: Das sah man spätestens, als er auf dem Podium stand.
Hätte er keine Ohren gehabt, das zufriedene Grinsen wäre sicherlich
komplett um seinen Kopf gelaufen.
19 EM-Punkte wurden Champion Vrsecky an diesem Wochenende auf seinem
Konto gut geschrieben, Nittel kam auf 18 – die beeindruckende Bilanz
eines ungeduldigen Profis. Selbst Kenner der Szene konnten sich nicht
erinnern, dass es jemals einen solch beeindruckenden Einstand eines
Rookies gegeben hatte. In vier Wochen folgt nun mit dem Truck-Grand
Prix
auf dem Nürburgring der Saisonhöhepunkt. Ob mit oder ohne Nittel ist
derzeit noch offen, „aber reizen würde es mich schon …“