drift & drive GMBH
Die Rallyeschule von Uwe Nittel
Bühler 43, 73406 Adelmannsfelden
Uwe Nittel – Media-Infos Info vom 24. Mai 2011
Uwe Nittel: Truck-Wochenende mit Licht und Schatten
Der schwäbische Rallye-Profi liegt in der Truck-EM auf Rang vier.
Zwei fünfte Plätze und einmal knapp am Podium vorbei auf Rang vier. Dazu gemeinsam mit seinem spanischen Teamkollegen Antonio Albacete in den MAN-Trucks von Lutz Bernau in der EMTeamwertung führend. Und nicht zuletzt in der EM-Einzelwertung auf dem vierten Zwischenrang.
"Eigentlich müsste ich damit zufrieden sein", berichtet Uwe Nittel (Adelmannsfelden) nach dem zweiten Rennwochenende der Truck Europameisterschaft 2011. Doch da gab es auch noch den zweiten von vier Läufen, am späten Samstag im italienischen Missano. In diesem Rennen gab es auch diesmal viel 'Kleinholz', mehrere Trucks gerieten aneinander. Vom vierten Startplatz arbeitete sich Nittel schnell nach vorne und setzte schon nach wenigen Runden seinen früheren Teamkollegen David Vrsecky unter Druck. Schließlich ging es um die Führung. Als der Tscheche eine Kurve ungewöhnlich früh anbremste, sah Nittel eine Chance, um am Freightliner-Hauber vorbei zu gehen – doch als Vrsecky Sekundenbruchteile später wieder auf die Idelallinie zog, kollidierten die beiden Trucks. Für beide Kontrahenten war das Rennen damit vorzeitig beendet.
Die Mechaniker-Crew von Lutz Bernau musste nach dem spektakulären Unfall eine Nachtschicht einlegen, um den MAN für den nächsten Tag wieder in einen fahrbereiten Zustand zu versetzen.
Auch die Rennkommissare hatten nach dem Lauf noch Arbeit, nach der Sichtung diverser Videos kamen sie zu dem Ergebnis, dass Nittels Einschätzung doch zu optimistisch gewesen sei und verbannten den Deutschen für das folgende Rennen um fünf Startplätze nach hinten. "Unsere Jungs mussten hart arbeiten, haben mir aber für die beiden Sonntagsrennen wieder einen perfekt arbeitenden Race-Truck hingestellt. Ich hoffe, ich konnte sie mit den Plätze fünf und vier dafür etwas entschädigen", so Nittel.
Bei seinen ersten Truck-Einsätzen im vergangenen Jahr wurde Uwe Nittel, auch durch die sensationellen drei Podestplätze, von der FIA zum 'Rookie of the Year' gekürt. Als er nun in diesem Jahr als werksunterstützer MAN-Pilot im Team von Lutz Bernau gleich am ersten EM-Wochenende dreimal aufs Podest fuhr, war es mit den 'Nettigkeiten' schnell vorbei, denn aus dem Rookie wurde ein ernst zu nehmender Konkurrent. "Mit dem 'Welpenschutz' ist es wohl jetzt vorbei", konnte Nittel nach dem Wochenende schon wieder flachsen. "Aber im Ernst: Ich werde jetzt ganz anders wahrgenommen und auch entsprechend hart angegangen. Und jetzt heißt es vor allem weiter neue Erfahrungen sammeln, wenn in den Rennen keine 'Nettigkeiten' mehr ausgetauscht werden."
Der Inhaber der Rallyeschule drift&drive blieb gleich in Italien, denn ab Donnerstag steht schon der nächste Einsatz auf dem Plan. Mit seinem Co-Piloten Detlef Ruf nimmt Nittel an der Rally della Marca, einem Lauf zur italienischen Asphalt-Meisterschaft teil. An die Veranstaltung haben sie gute Erinnerungen, 2007 konnten sie dort die Gruppe-N-Wertung gewinnen. "Als die Einladung kam, mit einem Ford Fiesta S2000 hier teilzunehmen habe ich sofort zugesagt", strahlt der Schwabe vor Vorfreude. Bei der bestens besetzten Rallye warten 78 Konkurrenten, darunter 11 WRC-Boliden und vier weitere Teams auf einem Super2000-Fahrzeug bei der Veranstaltung rund um Treviso im Hinterland Venedigs auf Nittel. "Ich bin gespannt, wie sich so ein modernes Rallye-Auto fährt. Wir möchten vor allem Spaß haben, dabei aber in der Spitze der S2000 mitmischen und vielleicht den einen oder anderen WRC-Piloten ärgern", gibt Nittel die Marschroute vor.
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