drift & drive GMBH
Die Rallyeschule von Uwe Nittel
Bühler 43, 73406 Adelmannsfelden
www.uwe-nittel.de
Uwe Nittel: Vielversprechender Einsatz mit Artega und Continental
Der schwäbische Rallye-Profi war auch beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring erfolgreich
Es war das bislang größte ADAC 24h-Rennen am Nürburgring. Von Donnerstag bis Sonntag
verfolgten trotz des teilweise sehr regnerischen Wetters rund 250.000 Fans den mit Superlativen
gefüllten Event. Noch nie gab es so viele Zuschauer, noch nie war das Rennen so schnell und noch
nie gab es so viele Favoriten auf den Sieg. Rund 1.800 Piloten bewegten fast 800 Fahrzeuge an
den vier Tagen. Mittendrin: Uwe Nittel aus Adelmannsfelden. Der schwäbische Rallyeprofi war
gleich dreimal vertreten – doch sein Hauptaugenmerk galt dem Werkseinsatz mit dem Artega GT
im ContiForceTeam. Nach zehn Jahren Abstinenz hatte Continental erstmals wieder ein eigenes
Team beim härtesten Rennen der Welt. Mit dem seriennahen Sportwagen Artega GT und dem
straßenzugelassenen ContiForceContact Reifen ging es darum zu zeigen, dass man auch in dieser
Kombination gegen über 200 hochgerüstete Sportwagen auf Spezialreifen bestehen kann. „Bis auf
zwei kleine Zwischenfälle in den ersten Stunden hatten wir keinerlei Probleme. Vor allem bei dem
wechselhaften Wetter in der Anfangsphase konnten wir die Qualität des ContiForceContact Reifens
hervorragend ausspielen. Während viele Teams von Regenreifen auf Intermediates und dann auf
Slicks wechselten, sind wir einfach weitergefahren“ so Uwe Nittel, zufrieden und erleichtert nach
dem Zieleinlauf. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten sah das ContiForceTeam die Zielflagge und
wurde auf der 70. Position abgewinkt. "Unser Ziel war es, ins Ziel zu kommen. Jetzt ist unser 300-
PS-Serienauto mit Serienreifen sogar 70. geworden – einfach toll", war nicht nur Nittel im Ziel stolz
auf das gelungene Experiment. Für den Schwaben war der Einsatz im ContiForceTeam ein großes
Anliegen, denn er war stark in die Entwicklung des neuen Reifentyps involviert.
Immer dann, wenn einer seiner drei Teamkollegen ins Lenkrad des Artega griff, huschte Nittel
zwei Boxen weiter zum Mathol-Racing-Team. Dort startete er auf dem Aston Martin Vantage V8
GT4, mit dem sie im vergangenen Jahr den Klassensieg eingefahren hatten. Bis vier Stunden vor
dem Ende lief alles nach Plan: "Wir lagen auf dem sensationellen 22. Gesamtrang und hatten auf
den nächsten Klassenkonkurrenten vier Runden Vorsprung, das sind umgerechnet fast 100
Kilometer", grantelte Nittel auch noch Stunden danach. Der sonst so zuverlässige GT-Renner
strandete mit einem Getriebedefekt.
Die erste Aufgabe des langen Rennwochenendes am Ring war für den Schwaben das ADAC 24h-
Classic-Rennen am Freitag. Gemeinsam mit Josef Stengel und Martin Wagner wechselte er sich am
Steuer seines Irmscher Opel Manta 400 ab. Das Qualifying startete im Regen – ideales Wetter für
den Rallye-Spezialisten. Mit 20 Sekunden Vorsprung wurden sie fast eine Stunde lang an der
Spitze des Feldes von 165 Startern aufgelistet, vor wesentlich leistungsstärkeren Teams, allen
voran eine ganze Porsche-Armada. Gegen Ende der Trainingssitzung trocknete es jedoch ab und
der Manta wurde in der Startliste nach hinten durchgereicht. Auf den letzten Drücker gelang es
Nittel dann, das Team doch noch auf den zehnten Startrang nach vorne zu fahren. Im Rennen
kämpfte sich der Schwabe weiter nach vorn und übergab den Manta auf dem dritten Platz liegend
an Josef Stengel. Gerade als der wieder auf der Strecke war, wurde das Rennen bei einsetzendem Regen wegen eines Unfalls unterbrochen. Mehrere Fahrzeuge blockierten die Strecke, es blieb bei
Blechschäden. „Schade: durch den Wechsel und die dadurch verlorenen rund 3 Minuten sind wir
auf Platz 12 zurückgefallen“, so Nittel. Für den Re-Start ging das Team ein Risiko bei der
Reifenwahl ein, welches sich letztlich aber auszahlte. Auf der abtrocknenden Strecke gelang es
Martin Wagner auf Intermediates gegen die ansonsten überwiegend auf Regenreifen fahrenden
Konkurrenten noch bis auf den sechsten Platz nach vorne zu fahren. „Wahnsinn, Martin hat dabei
sogar die zweitschnellste Rennrunde gefahren, fast vor allen Porsche“, war Nittel stolz auf die
Leistung seines Freundes.
"Jetzt ist erst einmal ein Wochenende lang Ruhe, Regeneration und Familie sind angesagt", erklärt
der zweifache Familienvater. Immer im Blick hat er dabei aber das Wochenende vom 09.-10. Juli –
dann kommt bereits der nächste Einsatz, wieder auf dem Nürburgring. "Der Truck Grand Prix ist in
der Renn-Truck-Szene der absolute Höhepunkt. Nirgends in der Europameisterschaft gibt es so
viele Zuschauer, nirgends so ein tolles Spektakel." Im MAN Race-Truck von Lutz Bernau liegt Nittel
an der Spitze der Teamwertung und auf Platz vier der EM-Fahrer-Wertung. Gefragt nach den
Zielsetzungen für das Heimrennen im Fünftonner kann sich der vielbeschäftigte Schwabe nur
wiederholen: "Auf dem Truck-Podest habe ich jetzt schon mehrfach die Plätze zwei und drei
genießen dürfen. Was noch fehlt ist der ganz oben. Und so ein Sieg beim Heimspiel, das wäre
schon was ganz Besonderes…"
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